Erforschung der räumlichen Dimensionen von Malaria

Erkennung von Meeresverschmutzung durch Kunststoffe
Mai 6, 2016

News


    Erforschung der räumlichen Dimensionen von Malaria

    "In Afrika wird Malaria heute sowohl als Krankheit der Armut als auch als Ursache der Armut verstanden." Dennoch ist Malaria eine vermeidbare und heilbare Krankheit. Grundlegend ist die Kontrolle und Verwaltung des Vektors. Es besteht Bedarf an genauen und wirksamen Überwachungs- und Bewertungssystemen als Quelle für Entscheidungen, die zur Erreichung dieser Ziele beitragen. Malaria ist im Wesentlichen eine Umwelterkrankung, da der Moskitovektor spezifische Lebensräume mit ausreichendem Oberflächenwasser für die Fortpflanzung, eine gewisse Luftfeuchtigkeit für das Überleben der erwachsenen Moskitos und eine Temperatur erfordert, die die Entwicklungsraten sowohl der Vektor- als auch der Parasitenpopulationen beeinflusst. Das Malariarisiko kann aufgrund sich ändernder Umweltbedingungen innerhalb kurzer Zeit variieren.

    Prädiktoren der Vektorverteilung

    Fernerkundungsbilder, die auf Umgebungsbedingungen hinweisen, sind leistungsfähige Prädiktoren für Vektorverteilungsmuster und den durchschnittlichen Übertragungsgrad von Malaria-Parasiten durch diese Vektoren. Die Palette der neuen Satellitensensoren kann die Fernerkundung auf die Überwachung und Kontrolle von Betriebskrankheiten ausweiten. Das Hauptziel von MALAREO war die Entwicklung von Technologien und die Implementierung von EO-Kapazitäten im Rahmen von Malaria-Vektorkontroll- und Managementprogrammen im südlichen Afrika. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der Wissensaustausch und die Fähigkeit in zwei Richtungen realisiert (EU <-> SA).

    RSS VERANTWORTLICHKEITEN

    • Definition eines Klassifizierungsschemas und einer Logik für die Bodendeckung
    • Koordination der Partner und Realisierung von großflächigen LC-Kartierungen
    • Entwicklung eines EO-Monitoringsystems
    • Kapazitätsaufbau und -verbreitung

    Unterstützung der nationalen Malariakontrollprogramme

    MALAREO stimulierte den Einsatz von EO-Monitoring, um die tägliche Arbeit der nationalen Malariakontrollprogramme (NMCP) zu unterstützen. Die Projektergebnisse unterstützen das Management der Bekämpfungsprogramme durch die Bereitstellung geeigneter EO-Produkte zur Verbesserung der Planung von Interventionsmaßnahmen und durch die Erweiterung des Wissens zur Analyse der Verbreitung von Malariafällen auf lokaler Ebene.

    Anwendungspotential

    Die im Rahmen des MALAREO-Projekts entwickelten Monitoring-Anwendungen ergänzen die bestehenden Malariakontrollstrategien im südlichen Afrika um eine EO-Komponente. Erdbeobachtungsmonitoring-Ansätze wurden entwickelt, um den Bedürfnissen der Nutzer der NMCPs in Südafrika, Swasiland und Mosambik gerecht zu werden, und das erforderliche technische Know-how wurde entwickelt, was zur Einführung von Open-Source-GIS und zur Verwendung der MALAREO EO-Produkte führte. Die Ergebnisse des Projekts haben ein hohes Potenzial für die Operationalisierung, die Übertragbarkeit auf andere Länder und die Replizierbarkeit für Studien über andere umweltbezogene Krankheiten. Hochauflösende Daten aus der Mission Sentinel werden den Einsatz von EO-Techniken in der Malariakontrolle und Epidemiologie durch verbesserte technische Fähigkeiten sowie eine freie und offene Datenpolitik weiter vorantreiben. Mit dieser aufkommenden geeigneten Satellitentechnologie sind weitere Anstrengungen erforderlich, um die Entscheidungsträger für den Nutzen von EO zu sensibilisieren und EO letztendlich als allgegenwärtiges Instrument zur Malariabeobachtung zu etablieren.

    Project partners

    SOUTH AFRICAN MEDICAL RESEARCH COUNCIL, South Africa; MINISTRY OF HEALTH, Swaziland; UNIVERSITY OF KWAZULU-NATAL, South Africa; SWISS TROPICAL PUBLIC HEALTH INSTITUTE, Switzerland

    Fördermittelgeber

    European Commission under FP7; CP-FP-SICA - Small/medium-scale focused research project for specific cooperation actions dedicated to international cooperation partner countries (SICA)


    Research