Überwachung tropischer Feuchtgebiete mit Kopernikus-Satellitendaten

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News


    Überwachung tropischer Feuchtgebiete mit Kopernikus-Satellitendaten

    Demo-Wetlands ist ein Forschungsprojekt, das sich explizit mit dem Bedarf internationaler Konventionen wie RAMSAR an standardisierten Methoden zur Feuchtgebietsüberwachung durch Satellitenfernerkundung befasst. Diese empfindlichen Ökosysteme sind durch globale Erwärmung, Umweltverschmutzung, Übernutzung und Landnutzungsänderungen einem zunehmenden Druck ausgesetzt. Aktuelle Informationen über den aktuellen Zustand der Feuchtgebiete sind entscheidend für deren Schutz.

    Automatisiertes Monitoring von tropischen Feuchtgebieten

    Das vom BMWi geförderte und vom DLR unterstützte Projekt zielt darauf ab, Detektions-, Klassifikations- und Überwachungsmethoden auf der Grundlage der neu verfügbaren Sensoren zu entwickeln, die Teil des Kopernikus-Programms sind. In fünf Projektschritten sollen mit verschiedenen Sensoren tropische Feuchtgebiete automatisiert überwacht werden: (1) Anhand von Tandem-X-Daten werden potenzielle Feuchtgebiete auf der Grundlage von Reliefinformationen identifiziert. (2) Innerhalb dieser Gebiete werden Feuchtgebiete mit Sentinel-Daten kartiert, die ihre phänologischen Eigenschaften nutzen. (3) Diese Feuchtgebiete werden auf der Grundlage von Sentinel-Daten charakterisiert. (4) Hochauflösende Satelliten- und Felddaten ermöglichen eine Validierung, woraufhin (5) die vorherigen Schritte automatisiert werden.

    RSS VERANTWORTLICHKEITEN

    • Koordination aller Partner hinsichtlich der zeitnahen Erstellung aller Mapping-Produkte
    • Entwicklung neuer Verarbeitungsketten für das Big Data Handling für das großflächige Monitoring
    • Machbarkeitsstudie zur Fernerkundung für die Charakterisierung von Feuchtgebieten mit Ramsar, MAES, FAO LCCS, CLC-Nomenklaturen
    • LULC Change Mapping in ausgewählten Feuchtgebieten in Kenia und Jordanien

    Berichtspflichten für Umweltrichtlinien

    SWOS stellt Feuchtgebietsfachleuten (Managern, Politikern, Wissenschaftlern) Instrumente zur Überwachung von Feuchtgebieten zur Verfügung und unterstützt sie bei der Berichterstattung über umweltpolitische Verpflichtungen auf verschiedenen Ebenen. Der SWOS-Service wurde durch die Erstellung von Karten und Indikatoren für mehrere Zeitpunkte für 50 Feuchtgebiete in Europa, Afrika und Asien auf der Grundlage von frei verfügbaren Satellitenbildern aus verschiedenen Quellen demonstriert.

    Anwendungspotential

    Das Potenzial für die Anwendung der Projektergebnisse wird vor allem durch die enge Verbindung von DeMo-Wetlands mit internationalen Konventionen, Initiativen und Forschungsprojekten sowie durch die Zusammenarbeit mit nationalen Partnern in Ruanda gewährleistet. Auswirkungen auf nationaler Ebene werden durch den Aufbau von Kapazitäten und die verbesserte Verfügbarkeit von Daten erwartet, beispielsweise durch die Bereitstellung von Ergebnissen (Daten, Informationsprodukte) für eine nationale Datenstruktur. Die Beiträge zur GEO-Wetlands Group sowie die Bereitstellung von Informationen an das RAMSAR-Sekretariat haben wesentliche Auswirkungen auf internationaler Ebene.

    Projektpartner

    Eine vollständige Liste der 13 Forschungspartner finden Sie unter https://www.swos-service.eu/project-consortium/

    Funding source

    Federal Ministry of Economics and Technology – BMWi via the German Aerospace Center (DLR)