FireSENSE – Verbesserung der Brandüberwachung

Erkennung von Meeresverschmutzung durch Kunststoffe
Mai 6, 2016
Räumliche Entscheidungsunterstützung für einen nachhaltigen und effizienten Energiewandel
März 17, 2017

News


    FireSENSE – Verbesserung der Brandüberwachung

    Das multilaterale Forschungsprojekt FireSense zielt auf die Entwicklung eines verbesserten Feuerinformationssystems zur Unterstützung von Umweltbehörden und Feuerwehr. Dazu gehören die Früherkennung aktiver Brände, die Bewertung von Vegetations- und Torffeuern, die Ableitung von Spurengas- und Aerosolemissionen und die Kartierung von Brandflächen. Es integriert sensorgestützte Daten von Satelliten mit neu entwickelten und wesentlich verbesserten Algorithmen. Bestehende experimentelle und geplante operationelle Satelliteninstrumente wie die FIREBIRD-Konstellation ermöglichen wesentlich verbesserte Möglichkeiten zur Brandüberwachung durch höhere räumliche Auflösung, kürzere Wiederbesuchszeiten und durch eine verbesserte Empfindlichkeit für bessere quantitative Charakterisierungen von Bränden.

    Feuerdetektion durch Satelliten

    Brandmanagement und Brandbekämpfung erfordern eine rechtzeitige und geografisch präzise Erkennung der Entstehung und Ausbreitung von aktiven Bränden zur Bekämpfung. Informationen über die Brandintensität helfen, die Auswirkungen eines Waldbrandes besser einzuschätzen. Besonders kleine, energiearme Brände wie Bodenbrände in Wäldern oder Torf sind mit den vorhandenen Technologien nur schwer zu erkennen. Neue Infrarotsatelliten verbessern die großflächige Erkennung von aktiven Bränden. Die deutsche Satellitentechnik, die im Rahmen der Mission FireBIRD (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) eingesetzt wird, bietet neue und verbesserte Möglichkeiten zur Erfassung von aktivem Feuer und Feuerstärke. Die FireBIRD-Mission besteht aus zwei Elementen, TET-1 und BIROS, die eine Kombination aus optischen Infrarot- (IR) und visuellen (VIS) Kameras zur Fernerkundung von Hochtemperaturereignissen und Normaltemperaturphänomenen verwenden. Die verbesserte räumliche und radiometrische Auflösung stellt ein großes Potenzial für verbesserte Informationsprodukte dar. Erweiterte Algorithmen zur Brandcharakterisierung werden entwickelt.

    RSS VERANTWORT- LICHKEITEN

    • Kartierung von Fruchtarten
    • Überwachung der Nutzungsintensität von Grünland
    • Entwicklung eines räumlichen Modells zur Bestimmung des Potenzials von Flächen für die Produktion von Biomasse
    • Beitrag zum System zur Unterstützung der räumlichen Entscheidung

    Cloud-basierte Service

    Ein Cloud-basierter Service für die Analyse historischer Brände und die automatisierte Erkennung aktiver Brände wird entwickelt. Die Planung langfristiger Maßnahmen im Brandschutz zur Emissionsreduzierung erfordert eine detaillierte raumzeitliche Erfassung der Brandhistorie der letzten 20 Jahre. Die Satellitenfernerkundung ermöglicht die Erfassung messbarer Parameter wie historische Feuerfrequenz und Brandintervall pro Flächeneinheit. Diese Brandlinie ermöglicht auch eine verbesserte Abschätzung der historischen brandbedingten Emissionen. Nur auf der Grundlage einer solchen "Brandlinie" können räumlich angepasste Brandschutzmaßnahmen geplant werden. Eine Brandlinie ist auch die Voraussetzung, um die tatsächlichen Emissionsreduktionen durch Brandmanagement messbar und zertifiziert zu machen (z.B. im Rahmen des Verified Carbon Standard (VCS)) und damit kompensierbare Anteile am CO2-Handel zu generieren.

    Anwendungspotential

    Die Projektergebnisse werden es ermöglichen, die Gas- und Aerosolemissionen von Vegetation und Torffeuern besser abzuschätzen. Durch ein spezielles und effizientes Brandmeldesystem auf Basis von Fernerkundung kann die Brandbekämpfung gezielter durchgeführt und mögliche Emissionen vermieden werden. Anwender dieses Systems sind Umweltbehörden, Schutzgebietsmanager und Feuerwehren.

    Forschungspartner

    ZEBRIS GIS und Consulting GbR, Max-Planck-Institut für Chemie, Otto-Hahn-Institut, King's College London, Institute of Optical Sensor Systems, Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V.

    Fördermittelgeber

    Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)